Das süße Nichtstun ist nicht nur eine italienische Redensart, es ist auch ein Lebensgefühl, eine Mischung aus Achtsamkeit und Entschleunigung, aus Genuss und Freude am Hier und Jetzt. Zweieinhalb Monate lang schalten wir im Bulli einen Gang runter und lassen uns über die größte Mittelmeerinsel treiben.
Italien ist für mich schon immer der Inbegriff von purem Genuss – für’s Auge, für den Magen, für den wissenshungrigen Geist und die ruhesuchende Seele. Es ist also kein Zufall, dass es in der italienischen Sprache so einige Wörter gibt, die gerade die Feinheiten eines sinnlichen Augenblicks sehr gut beschreiben.
Scialla zum Beispiel, was so viel bedeutet wie „Entspann dich und lass los“. Oder Culaccino, was den runden Abdruck meint, den ein kühles Getränk in der warmen Nachmittagssonne auf dem Tisch hinterlässt.
Eins meiner Lieblingswörter ist Abbiocco, die zufriedene Schläfrigkeit nach einem richtig guten Essen, was man im Deutschen – eher plump – wohl als Fresskoma bezeichnen würde.
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Zehnseitige Reisereportage über einen mehrmonatigen Roadtrip über Sizilien in der Zeitschrift Campingbusse der Motor Presse Stuttgart.










